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Fragment einer Blattkachel mit Kaiser Ferdinand I., grün glasiert; Oberrhein, H. n. 10,7 cm, Br. n. 8,5 cm, Mitte 16. Jahrhundert
Altdahn, Burgmuseum
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Vom Kachelblatt hat sich nur noch das Innenfeld mit der Büste eines jungen Mannes mit langem, leicht welligem Haar erhalten. Sein Kopf ist nach rechts ins Profil gedreht. Der junge Mann trägt eine Renaissancetracht mit schmuckbesetztem, breitem Barett und fein gefälteltem Hemd. Die als flaches Relief gearbeitete Büste war ursprünglich in ein rundes Medaillon eingestellt, das ihrerseits mit einem Lorbeerkranz besetzt war.
Ein Vergleich der Darstellung gelingt mithilfe einer Blattkachel aus dem Württembergischen Landesmuseum in Stuttgart.[1] Nun ist zu erkennen, dass der junge Mann über seinem mit Schlitzen versehenen Hemd eine Schaube mit ausladendem, fellbesetztem Kragen trägt. Als wesentliches, weiteres Element ist Orden vom Goldenen Vlies, der ihm um den Hals hängt. Er zeichnet den Dargestellten als Angehörigen des Hauses Habsburg aus. [2]
Am 10.1. 1430, anläßlich der Vermählungsfeierlichkeiten Herzog Philipps des Guten von Burgund mit seiner dritten Gemahlin, der portugiesischen Prinzessin Isabella, verkündete man, daß der Herzog von Burgund einen Orden gestiftet habe, genannt das Goldene Vlies. Der Orden vom Goldenen Vlies sollte eine ritterliche Bruderschaft und ein Freundschaftsbund von Edelleuten sein. Die Anzahl der Ritter war ursprünglich auf 31 festgesetzt, sie war an ein Treuegelöbnis an den Herzog von Burgund gebunden und galt auf Lebenszeit. Der Grund dafür, weshalb der Orden vom Goldenen Vlies alle anderen überflügeln sollte, lag in der Exklusivität des Stifters, des Herzogs von Burgund. Der Orden nahm für sich den höchsten Rang unter den christlichen Orden in Anspruch. 1477 kam der Orden nach Frankreich und bald danach in den Besitz der Habsburger.
Berief man sich anfangs bei der Symbolik des Goldenen Vlies auf Jason in der Agronautensage, der das Goldene Vlies aus Kolchis raubte, so interpretierte man das Signum bald im Sinne des Gideonwunders. Gideon hatte als Zeichen dafür, daß er von Gott auserkoren sei, um Israel vor seinen Feinden zu retten, Gott darum gebeten, daß das ausgelegte Vlies eines Widders mit Tau benetzt werde, während der umgebende Boden trocken bleiben sollte. Das Bild des vom Tau benetzten Vlies galt typologisch auch als Symbol der Unbefleckten Empfängnis.
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Rekonstruktion des vollständigen Bildfelds der Blattkachel Ferdinand I. mit Hilfe einer Kachel aus dem Württembergischen Landesmuseum Stuttgart
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Da auf Werken der Kachelkunst bislang ausschließlich Regenten des Hauses Habsburg im Zusammenhang mit dem Orden vom Goldenen Vlies dargestellt wurden, schränkt sich der Kreis der in Frage kommenden Personen erheblich ein. Eine weitere Möglichkeit zur Personenfindung ist die Tracht des jungen Mannes. Sein breites Barett und das geschlitzte Hemd sind typisch für die deutsche Hochrenaissance. Erste Ansätze dieser Tracht lassen sich beispielsweise für Kaiser Maximilian nachweisen. [3] Allerdings findet sich das geschlitzte Hemd weder bei Maximilian, noch bei seinem Nachfolger, Kaiser Karl V. [4] Stattdessen tragen beide Herrscher unter der schweren Schaube ein glattes, einfaches Hemd. Die Mode mit der geschlitzten Bekleidung ist ein Markenzeichen der Epoche von Kaiser Ferdinand I. und fand seinen Ausdruck vor allem in der Landsknechttracht. Schon unter Maximilian II., dem Nachfolger Ferdinands, hatte sich die spanische Hofmode mit den hochgeschlossenen, fischgrätenverstärkten Gänsbrustwämsen durchgesetzt. [5] Einen weiteren Hinweis auf die Zuschreibung des Altdahner Reliefs geben die zeitgenössischen Darstellungen von Ferdinand I. selbst.[6] Sie ähneln in der Physiognomie dem Kachelrelief erstaunlich.
Endgültig überzeugt der Vergleich mit einer Kachel aus Stuttgart. Das Relief auf dem Medaillon stimmt mit dem Altdahner Fragment vollständig überein. Die Stuttgarter Kachel trägt etwa auf halber Höhe die Inschrift »FER NAND« und bezeichnet damit den Dargestellten in Verbindung mit der Tracht eindeutig als Ferdinand I. von Habsburg.
Kaiser Ferdinand I. (1503-1564) war der zweite Sohn Philips des Schönen und Juannas von Kastilien. Ursprünglich zum Thronfolger in Spanien bestimmt, verließ er 1517 das Land, während sein älterer Bruder, Karl V. König von Spanien wurde. 1521 überließ ihm Karl die nieder- und innerösterreichischen Ländereien. Im gleichen Jahr heiratete er Anna von Ungarn. 1526 König von Böhmen und Ungarn, wurde er 1531 zum römischen König gewählt. 1558 erhielt er nach dem Tod seine Bruders die Kaiserwürde.
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Kaiser Ferdinand I. (1503-1564)
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Kaiserdarstellungen auf Ofenkacheln gehen sowohl auf zeitgenössische Münzen und Medaillen, als auch auf die zahlreichen Einblattschnitte mit dem Herrscher in unterschiedlichem Alter und Pose zurück. [7] Für die Altdahner Kachel kann man aufgrund der Übereinstimmungen mit der Stuttgarter Ferdinandkachel annehmen, daß beiden Reliefs die gleiche Vorlage zugrunde. Allerdings ließ sich bislang noch nicht mit abschließender Sicherheit eine entsprechende Vorlage nachweisen. Am ehesten kommt als Vorlage der oben gezeigte Holzschnit des Meister BB in Frage. Zwar handelt es sich im ein Dreiviertelbildnis - das heißt, der Kopf ist nur leicht zur Seite geneigt und nicht ins Profil gewendet - allerdings finden sich sowohl auf der graphischen Vorlage als auch auf den Kachelreliefs ansonsten sämtliche Kleidungs- und Schmuckdetails in entsprechender Anordnung wieder. Der Vorlage gemäß war übrigens der Mantelkragen nicht, wie auf den Kachelreliefs zu vermuten, fellbesetzt sondern bestand aus aus plissiertem, in sich farbig abgesetztem Stoff. Als interessant erweist sich der Vergleich mit zwei weiteren Kacheln: Das Fragment einer von der Burg Röteln stammenden Kachel weist eine so große Nähe zu den bislang vorgestellten Stücken auf, dass man alle drei einem Motivkreis zuweisen kann. [8] Um diesen von anderen, ähnlichen Darstellungen abzusetzten, lohnt sich der Vergleich mit einer weiteren Kachel als den Beständen des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Art und Verwendung bestimmter Glasurfarben weist die Arbeit einer Nürnberger Werkstatt des 16. Jahrhunderts zu. Daneben läßt die Ausarbeitung des Bildfelds als Medaillon in breitem, akanthusblattbesetztem Rahmen auf einen außerordentlich repräsentativen Ofen denken, in die besagtes Relief ursprünglich eingebunden war - man denke beispielsweise an den ebenfalls aus Nürnberg stammenden, heute museal im Hornzimmer der Veste Coburg aufgestellten Kachelofen, der wie kaum ein anderer unsere Vorstellung von einem typischen renaissancezeitlichen Kachelofen geprägt hat. Auf den Nürnberger Darstellung weicht das Bildnis von Kaiser Ferdinand I. jedoch erheblich von dem Altdahner Relief ab. Der Kaiser hüllt sich in eine schwere Schaube mit detailliert ausgebildetem, fellbesetztem Kragen. Bestimmend ist nicht der Orden vom Goldenen Vlies sondern die dazugehörige, breite, goldene Ordenskette, deren Glieder sich aus stilisierten Feusterstählen zusammensetzen. Die graphische Vorlage, nach der die Nürnberger Kachel gearbeitet wurde, dürfte trotz großer Ähnlichkeit mit den Stücken aus Altdahn und Stuttgart eine andere gewesen sein.
Aufgrund der Darstellung kann das Altdahner Relief nicht vor 1516 geschaffen worden sein, da Ferdinand erst zu diesem Zeitpunkt der Orden vom Goldenen Vlies verliehen wurde. [9] Mit großer Wahrscheinlichkeit dürfte das Relief noch vor 1564, also noch zu Lebzeiten des Kaisers geschaffen worden sein. Da aber alle Insignien fehlen, die ihn als Kaiser ausweisen, kann ausgeschlossen werden, daß ein entsprechendes Relief nach 1558 entstand, denn Bescheidenheit war mitnichten eine Stärke der Habsburger Dynasten. Damit läßt sich zumindest die Entstehung der Vorlage in die Zeit zwischen 1516 und 1558 eingrenzen. Setzt man etwa zwanzig Jahre für die Umsetzung in den keramischen Werkstoff voraus, dürften entsprechende Kacheln erst um die Mitte des 16. Jahrhunderts in Umlauf gekommen sein.
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Fragment einer polychromen Ofenkachel mit dem Bildnis von Kaiser Ferdinand I., Mitte 16. Jahrhundert
Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum
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Bei dem Altdahner Relief handelt es sich um ein Einzelstück. Allerdings nimmt die Halbfigur des Kaisers in Gestik und Blickrichtung einen deutlich ablesbaren Kontakt nach rechts auf. Man kann annehmen, daß damit der Kontakt zu einer zweiten, ähnlich gebildeten Halbfigur aufgenommen wird, wobei beide Kacheln am Ofen mit einander zugewendeten Köpfen angeordnet werden konnten. In Anlehnung an zahlreiche Kaiser- und Fürstenbildnisse der Renaissance, die sich im Frühbarock zu Brustbildern anonymer Figuren entwickelten [10], dürfte es sich bei der zweiten Person um die Frau des jungen Mannes, Anna von Österreich, gehandelt haben. [11]Solche Figurenpaare sind sowohl für gußeiserne Öfen [12], als auch für Kacheln belegt. Entsprechende Halbbüsten mit Ferdinand I. und Anna von Ungarn haben sich im Kloster Bebenhausen [13] und Blaubeuron[14], Kirchheim/Teck [15], Neusol (Ungarn) [16] und Prag [17] erhalten.
Den letzten Nachweis für diese Vermutung liefert das mit der Inschrift "ANNA" ausgewiesenes Gegenstück zur Ferdinandkachel aus dem Württenbergischen Landesmuseum, die ebenfalls in Stuttgart aufbewahrt wird.
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Fragment einer braun glasierten Ofenkachel mit dem Bildnis von Anna von Ungarn, Mitte 16. Jahrhundert
Stuttgart, Württembergisches Landesmuseum |
* © Harald Rosmanitz, Partenstein 2008
Anmerkungen:
[1] Stutgart, Württembergisches Landesmuseum, Inv. Nr. E 3061, H. 20,5 cm, Br. 20,5 cm.
[2] Zum Goldenen Vlies: Het Gulden Vlies. Vijf Eeuwen Kunst en Geschiedenis. Tentoonstelling Burgge, Stedelijk Museum voor Schone Kunsten. 14. juli - 30. september 1962, Brugge 1962; C. de Terlinden, Der Orden vom Goldenen Vlies, Wien/München 1970; Trésors de la toison d´or. Exposition placée sous le haut patronage de la République d´Autriche et du Royaume de Belgique. Palais des Beaux-Arts, Bruxelles, 16. séptembre / 16. décembre 1987, Brüssel 1987; Hermann Fillitz (Hg.), Kunsthistorisches Museum Wien. Weltliche und Geistliche Schatzkammer. Bildführer (Führer durch das Kunsthistorische Museum 35), Wien 1987, 202-204.
[3] Pillin 1990, 78-79, Kat. Nr. 21.
[4]Kat. Heidelberg 1986, 872, Kat. Nr. S 30; Ade-Rademacher/Mück 1989, 22, Abb. 34-35; Arnold/Westphalen/Zubek 1990, 27, Abb. 12, 56, Abb. 46; Mück 1990, 51, Kat. Nr. 26, Abb. 69-71; Stephan 1991, 6, Taf. I. Eine Zierapplike auf einem Krug aus dem Werkstattbruch aus Gschaid (Niederbayern) zeigt, daß die übereinstimmende Vorlage auch als Dekor für Reliefkeramik Verwendung fand (Herbert Hagn, Keramik der Renaissance aus Gschaid. Sonderausstellung im Bayerischen Nationalmuseum München, München 1990, 12, Abb. 5).
[5] Kat. Heidelberg 1986, 825-829.
[6] Het Gulden Vlies. Vijf Eeuwen Kunst en Geschiedenis. Tentoonstelling Burgge, Stedelijk Museum voor Schone Kunsten. 14. juli - 30. september 1962, Brugge 1962, 171, Kat. Nr. 109; Porträtgalerie zur Geschichte Österreichs von 1400 bis 1800 (Führer durch das Kunsthistorische Museum 22), bearb. von Günther Heinz und Karl Schütz, 2. Auflage, Wien 1982, 65-67, bes. Kat. Nr. 25.
[7] Vgl. Ade-Rademacher/Mück 1989, 22, Abb. 34-35; Scholkmann 1989, 269-271; Mück 1990, 51, Kat. Nr. 26, Abb. 69-71.
[8] Rosmanitz 1994, 109-123.
[9] Het Gulden Vlies. Vijf Eeuwen Kunst en Geschiedenis. Tentoonstelling Burgge, Stedelijk Museum voor Schone Kunsten. 14. juli - 30. september 1962, Brugge 1962, 38.
[10] Lutz/Schallmayer 1988, 89-90, Abb. 38; Kat. Heidelberg 1986, 882, Kat. Nr. S 45.
[11] Cserey 1954, 110-115; Scholkmann 1989, 269-271.
[12] Kat. Heidelberg 1986, 703, Abb. M 1
[13] Scholkmann 1989, 269-271.
[14] Kat. Heidelberg 1986, 867, Kat.-Nr. S 23.
[15] Laskowski 1989, 351, Abb. 255.
[16] Voit/Holl 1963, Kat. Nr. 38-39; Franz 1981, Abb. 232-233.
[17] Brych/Stehlíková/Zegklitz 1990, 64-66, Kat. Nr. 144-147.
Weiterführende Literatur:
Dorothee Ade-Rademacher, Susanne Mück, Mach Krueg, Haeffen, Kachel und Scherbe. Funde aus einer Ravensburger Hafnerwerkstatt vom 16. bis 19. Jahrhundert (Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg 11), Stuttgart 1989, bes. 16-18;
Susanne Appuhn-Radtke u., Eva Kaiser, Keramik. In: Die Renaissance im deutschen Südwesten, Ausstellung des Bad. Landesmus. Karlsruhe im Heidelberger Schloß 1986, Bd. 2, 845ff.;
Volker Arnold, Thomas Westphalen und Paul Zubek, Kachelöfen in Schleswig-Holstein. Irdenware - Gußeisen - Fayence. (Heide 1990);
Vladimir Brych, Dana Stehlíková, Jaromit Zegklitz, Prazské kachle doby gotické a renesancní, Praha 1990;
Eva S. Cserey, Két reneszansz arcképes kályhacsempe (Zwei Renaissance-Ofenkacheln mit Bildnissen). Az Iparmüveszeti Muzeum es a Hopp Ference. Keletazsiai Müveszeti Muzeum evkönyve 1, 1954, 110-115.
Rosemarie Franz, Der Kachelofen. Entstehung und kunstgeschichtliche Entwicklung vom Mittelalter bis zum Ausgang des Klassizismus, 2. verbesserte und vermehrte Auflage, Graz 1981
Rainer Laskowski, Stadtarchäologie in Kirchheim unter Teck - Grabungen und Notbergungen 1989, in: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 1989, 347-352.
Dietrich Lutz/ Egon Schallmayer, 1200 Jahre Ettlingen. Archäologie einer Stadt. Begleitheft zur Ausstellung (Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg 4), Weinsberg 1988;
Susanne Mück, Frühneuzeitliche Ofenkachelmodel aus der Hafnerwerkstatt des Andreas Mauselin aus Ravensburg. masch. Magisterarbeit (Tübingen 1990);
Hans-Martin Pillin, Kleinode der Gotik und Renaissance am Oberrhein. Die neuentdeckten Ofenkacheln der Burg Bosenstein aus den 13.-16. Jahrhundert, Kehl 1990;
Harald Rosmanitz, Die Ofenkeramik aus der Burg Röteln - Die Bestände in der Ausstellung. Masch. Manuskript (Karlsruhe 1994);
Barbara Scholkmann, Erzherzogin Anna von Österreich auf einer Ofenkachel im Kloster Bebenhausen, Stadt Tübingen. Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 1989, 267-271, Abb. 194;
Hans-Georg Stephan, Kacheln aus dem Werraland. Die Entwicklung der Ofenkacheln vom 13. bis 17. Jahrhundert. (Schriften des Werratalvereins Witzenhausen, H. 23) (Witzenhausen 1991);
Pál Voit/ Imre Holl, Alte ungarische Ofenkacheln, Budapest 1963
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